FOTOGRAFIE FILM NOIR

Fotografie Film Noir
Fotografie „Film Noir“ – dem Stil des klassischen Films nachempfunden

Der Blues des weissen Mannes …

Die Wurzeln des Film Noir liegen im deutschen expressionistischen Stummfilm und der amerikanischen Kriminalliteratur der 1920er und 1930er Jahre. Dementsprechend sind die Filme der klassischen Ära des Film Noir üblicherweise durch eine von starken Hell-Dunkel-Kontrasten dominierte Bildgestaltung, entfremdete oder verbitterte Protagonisten sowie urbane Schauplätze gekennzeichnet.

Fotografie im Stil des Film Noir greift diese Elemente auf, ohne jedoch diesen absolut sozialkritischen Anspruch zu erheben. Die (oft nachträgliche) Umsetzung klassischer SW- und Farbaufnahmen in dieses Genre dient hauptsächlich der Verstärkung von Form und Struktur der Objekte und zielt allenfalls darauf ab, Faszination von Morbidität anzudeuten, Alter und natürlichen Verfall bildwirksam darzustellen. Der Vergleich mit der musikalischen Stilrichtung Blues kommt also nicht von ungefähr – auch hier ist ein trauriges Thema das Motiv, die Musik aber ist nie ausschliesslich bedrückt sondern transportiert in ihren Texten vielfach Hoffnung und positive Stimmung.

Viele Bilder dieser Serie sind überwiegend in Savona, einer Industrie- und Hafenstadt an italiens nördlicher Mittelmeerküste, in Nizza-Montferrato und Roccaverano im Piemont entstanden. Beide Städte sind historisch alt und haben eine bewegte Vergangenheit – dennoch haben sie noch immer wenig touristische Anziehungskraft und daher sind viele Bauwerke auch heute in einem eher natürlichen Alterszustand vorzufinden, was fotografisch äusserst reizvoll ist. Savona zieht den Besucher durch seine lebhafte Mixtur aus turbulentem Hafen, alteingesessener Industrie und prachtvoller Altstadt magisch an, die stattliche Burg ist aufgrund ihrer wuchtigen Größe, ungewöhnlichen Bauweise und ihrer bewegten Geschichte darüber hinaus ein absolut sehenswertes Besuchsziel.

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SCHWARZWEISS-FOTOGRAFIE

Schwarzweiss-Fotografie
Hommage an die Schwarzweiss-Fotografie

Warum ich immer häufiger Schwarzweiss-Aufnahmen mache …

Die Schwarzweiss-Fotografie eignet sich besonders zur künstlerischen Intensivierung einer Bildaussage und ist deshalb gerade in unserer heutigen Zeit der allgegenwärtigen „Buntbilder“ und immer intensiveren Farbinformationen für viele Fotografen ein sehr starkes Antonym und alternatives Ausdrucksmedium.
Zentraler Gestaltungsfaktor eines guten fotografischen Schwarzweissbildes ist das Motiv und dessen wirkungsvoll inszenierte formale, grafische Gestaltung, wogegen
in der Farbfotografie an diese Stelle die Ausdrucksmöglichkeiten und die vordergründige Wahrnehmung der Farben und deren Nuancen treten. Das Beobachten, Erkennen und Bewerten von Helligkeitsnuancen, ihre ausdrucksstarke Umsetzung in eindrucksvolles Schwarzweiß und deren fotografische Umsetzung stellt natürlich andere Anforderungen an den Fotografen, als das primär formale Denken in vordergründig fotogenen Farbwerten.

Meine Intention, der Schwarzweißfotografie einen – von Stil und Sujet unabhängigen Raum – zu verschaffen, ist das durch die Digitalfotografie bedingte, langsame Verschwinden dieser wundervollen Technik und das dadurch bedingte Aussterben des rein formalen, „schwarzweißen“ Sehens. Dabei sind doch die Genres Portrait-, Architektur- und Landschaftsfotografie geradezu prädestiniert für ausdrucksvolle Schwarzweissbilder, wie berühmte Fotografen es gezeigt haben. In diesen fotografischen Disziplinen spielt die grafische Form des Bildes meistens eine wesentlich größere Rolle als die darin enthaltenen Farbinformationen – vielleicht bestes Beispiel dafür ist die Portraitfotografie, bei der Ausdruck und Form eines Gesichtes ohne „störende“ Farben oft eine klarere und deutlich intensivere Wirkung erzielen.

Schwarzweiss-Architektur- und Industriefotografie

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Schwarzweiss-Portrait

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STADTPORTRAIT | EISENACH (THÜRINGEN)

Stadtportrait Eisenach / Thüringen
Stadtportrait Eisenach – Reisetipp im schönen Thüringen

Eine besonders interessante und sehenswerte Stadt im Westen Thüringens, die sich mit ihrem unvergleichlichen Charme nicht hinter ihren berühmteren „Schwestern“ Erfurt und Weimar verstecken muss, ist Eisenach.

Internationale Aufmerksamkeit genießt diese symphatische Kleinstadt natürlich vorrangig durch das Unesco-Weltkulturerbe Wartburg, verbunden mit dem Wirken von Martin Luther, aber auch als Geburtsort von Johann Sebastian Bach. Zu den berühmten Bewohnern Eisenachs gehören des Weiteren der Komponist Georg Philipp Telemann und der Dichter Fritz Reuter.

Das besondere Flair der Stadt, das von vielen jungen Bewohnern geprägt und noch nicht touristisch überrannt ist, erlebt man am Besten in der wunderschönen Innenstadt, in einem der zahlreichen Plätzen, Cafés oder auch teiweise unkonventionellen Restaurants – hier herrscht eine wohltuende Offenheit und Freundlichkeit, die man in manch anderen Städten nicht unbedingt vorfindet.

Neben seiner mittlerweile sehr gut renovierten Altstadt ist der Ort ebenfalls weithin bekannt für sein ausgedehntes Villenviertel aus der Gründerzeit, das wohl das größte, zusammenhängende Villenviertel dieser Art in ganz Europa darstellt und sich von der Innenstadt den Hügel hinauf bis fast zum Burschenschaftsdenkmal zieht. Vom eben diesem Burschenschaftsdenkmal aus (und natürlich von der nahegelegenen Wartburg) hat man einen weiten Blick über die grünen Wälder und Hügel der Umgebung, den Thüringer Wald und den Nationalpark Hainich. Das Naturschutz- und Wandergebiet Hainich im Nordosten Eisenachs und der beginnende Thüringer Wald mit seiner sehens- und begehenswerten Drachenschlucht im Süden verleihen der Stadt zudem einen äusserst hohen Freizeitwert. Auch die berühmte Rad- und Wanderroute „Rennsteig“ zieht sich nahe der Stadt beginnend über 170 (!) km südwärts durch den Thüringer Wald weit hinunter bis ins bayrische Oberfranken.

Als Industriestandort wurde der Ort vor allem durch seine ehemals bedeutende Automobilproduktion bekannt. Bis 1945 war es die Produktionsstätte verschiedener klassischer BMW Modelle, Motorräder und des berühmten Kleinwagens „Dixi“. Nach dem Krieg und der Teilung Deutschlands wurde das Werk in EMW umbenannt und produzierte zunächst Kopien der BMW-Klassiker mit einem abgewandelten Emblem und später dann den DDR-Mittelklassewagen „Wartburg“. Heute befindet sich auf dem nicht mehr genutzten Areal der ehemaligen Automobilwerke im Zentrum der Stadt ein kleines Automobilmuseum, das Geschichte- und Automobil-Interessierten einen Besuch lohnenswert macht!

Ein visuelles Stadtportrait Eisenachs mit sehenswerten Bildern von Amateur- und Berufsfotografen aus der Region bietet Instagram mit der Seite we.love.eisenach, die ich aus Sympathie zu Eisenach ins Leben gerufen habe und administrativ betreue.